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nimby0605

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1

16.11.2014, 13:47

Durchgangsheim Alt-Stralau Berlin

Ich habe mich 1979/80 im D-Heim Alt-Stralau aufhalten "dürfen"!
Das erste Mal war ich im Juli 1979 dort als meine Mutter kurz vorher meine Heimeinweisung beantragt hatte.Ich sollte dort auf meinen Heimplatz in einem Kinderheim warten, in dem ich die 10.Klasse beenden sollte.
Meinen Sachen wurden in einen Kleidersack verfrachtet und ich bekam irgendwelche komischen Klamotten und wurde in die Kindergruppe eingeteilt. Da ich noch 15 war, durfte ich nicht rauchen, aber es gab auch da Erzieher , die mal ein Auge zugedrückt haben.
Es gab vier Räume(ich betitel das extra nicht als Zimmer) zwei für die Kinder und zwei für die Jugendlichen, jeweils mit vier Doppelstockbetten und nem Eimer für die Nacht. Wir hatten auch nen Tagesraum mit Radio und glaube auch Fernseher(weiß ich nicht mehr so genau), da gab es Kartenspiele und wir durften uns da aufhalten wenn wir nicht mit putzen und co beschäftigt waren. Unsere Zimmer befanden sich in der ersten Etage. Über uns in der zweiten Etage befanden sich die Junges und in der dritten Etage gab es eine Werkstatt in der die Jugendlichen arbeiten durften.Zu meiner Zeit waren sie damit beschäftigt Lippenstifthüllen zusammen zu basteln.Und dann gab es da noch nen Dachgarten, auf dem wir uns manchmal aufhalten durften. Im Erdgeschoss war die Küche und der Speisesaal, ebenfalls die Aufnahme und die Verwaltung. Und im Keller waren die Kleiderkammer und die 3 Bunker. Es gab auch nen Hof mit ner gut gesicherten Mauer, in die Glasscherben einbetoniert waren und obendrein noch Stacheldraht angebracht war. Hin und wieder durften wir uns auch dort aufhalten.
Nach ein paar Wochen kam ich das erste mal auf " Transport" nach Bralitz in das besagte Kinderheim.Ich hab mich da nicht wohl gefühlt und zwangsläufig nach nicht allzu langer Zeit das erste mal auf und davon gemacht, getrampt nach Berlin und zu meiner Schwester, die damals noch einen ziemlich großen Einfluss auf mich hatte. Sie war erschrocken und so überhaupt nicht begeistert und hat mich überredet zurück zu fahren und das hab ich dann auch getan. Dort wurde ich vom Hausmeister in Empfang genommen, der da meinte mich unter seiner Aufsicht unter die Dusche zu schicken.Damals hab ich da nicht drüber nach gedacht, heute ist mein Blickwinkel da etwas anders. Aber er ist mir nicht zu nahe gekommen.
Lange hab ich es da nicht ausgehalten und bin wieder abgehauen und landete im D-Heim, und wieder zurück nach Bralitz und die Gruppe war natürlich nicht begeistert, aber ich wollte dort einfach nicht sein! Also schwupp war ich wieder weg, alles in allem war ich wohl drei Monate dort in Bralitz, bis ich wieder endgültig in Stralau landete, diesmal für 4 1/2 Monate. Das Kinderheim hat meine weitere Erziehung abgelehnt und einen Antrag auf Jugendwerkhof gestellt. Und bis ein Platz für mich bereit war, sollte ich im D-Heim warten, diesmal dann in der Gruppe der Jugendlichen.
Als feststand das ich über längere Zeit dort bleiben würde , kam ich in den " Genuss" Lippenstifthüllen zusammen zu basteln. Ne absolute Idiotenarbeit, aber ne Beschäftigung, die dem stupiden Heimtag etwas Abwechslung bescherte. Warum auch immer(weiß ich echt nicht mehr) , aber irgendwann landete ich unten in der Küche, weil die Küchenfrau Hilfe brauchte und so hatte ich einen geregelten Tag und wenig mit der Hausputzarbeit zu tun.
Dort war es gang und gebe bei bestimmten Aufsichten, das wir, wenn es nachts nicht ruhig war, auf dem Flur stehen oder im Entengang über den Flur gehen mußten. Oder mit anderen Dingen gedrillt wurden. Lieblingsbeschäftigung der Jugendlichen war das sogenannte "Zigarettenpendeln!" Das sollte man sich dann so vorstellen, das ein Zahnputzbecher an einen Strick gebunden wurde und aus dem vergitterten Fenster nach unten gelassen wurde und vorbeigehende Passanten um Zigaretten angeschnorrt wurden :thumbup: .
Oft gelang uns das, jedenfalls die mit dem Zimmer zur Straße hin, aber wir haben da echt zusammen gehalten und bei Erfolg geteilt! Die Jugendlichen die über 16 Jahre alt waren durften sich Zigaretten auch beim wöchentlichen Einkauf mitbringen lassen. Und vor dem Erzieherzimmer war eine sogenannte Raucherecke. Manchmal durften auch noch nicht 16jährige rauchen, aber das hing echt davon ab wer da als Erzieher Dienst hatte.
Den Bunker von innen hab ich dort auch erlebt, weil wir einen Ausbruch geplant hatten und verpetzt wurden, so das ich vom 25.12.- 31.12. im Bunker saß, weil ich das angestiftet hatte. Der Grund dafür war der Besuch meiner Mutter am 24.12. und ihre freudige Botschaft vom Angebot des Jugendamtes mich vom 22.12.-02.01. zu beurlauben und sie dieses abgelehnt hatte. Da ist irgendwas endgültig in mir kaputt gegangen und ich hab die Welt nicht mehr verstanden. sie hätte einfach den Mund halten müssen, nix weiter :cursing:
Aber auch einen Außenausgang mit Einkauf in der Stadt habe ich in dieser Zeit erlebt, denn durch meine Arbeit hatte ich wohl irgendwie Geld verdient, das aber nirgends irgendwo schriftlich aufgetaucht ist. So habe ich das Durchgangsheim Alt-Stralau erlebt und irgendwann bin ich dann da mal hin um mir das anzusehen und heute ist es eine Schule!
Laßt nichts selbstverständlich werden, sonst verliert es seinen Wert!

2

16.11.2014, 19:47

Ich habe diesen Beitrag mit Aufmerksamkeit Gelesen, und muss schon Sagen, das solche Vorgänge auch hier im Westteil des Landes an der Tagesordnung waren. Ich habe nur ein Problem mit dem Kürzel "JWH" (Jugendwerkhof). Da es solche Einrichtungen im Westen nicht gab, würde es mich schon Interessieren, ob diese "Jugendwerkhöfe" im Ostteil Deutschlands, in etwa mit den "Erziehungsheimen" im Westlichen Deutschland Gleichzusetzen sind?

Gruss der alte

nimby0605

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3

17.11.2014, 15:22

ja das kann man so in etwa erklären! Es gab bei uns normale Kinderheime, Spezialkinderheime für schwer erziehbare Kinder und Jugendwerkhöfe für die Jugendlichen(also die über 14)die dort unter Aufsicht eine Ausbildung abschließen sollten
Laßt nichts selbstverständlich werden, sonst verliert es seinen Wert!

4

17.11.2014, 18:49

Danke Dir "nimby"!
Dann wäre der Vergleich zu den Westdeutschen Heimen in etwa so: "Normales Kinderheim" ( Kinder ohne Eltern, oder Kinder für zb. 3 Monatigen Aufenthalt). Spezialkinderheime = Erziehungsheim!
JWH (Jugendwerkhof) in etwa wie im Westen, "JAW" (Jugendaufbauwerk). Das JAW war aber keine Strafe, sondern sollte nur die jenigen Helfen, die eigentlich bei Schulabschluss noch nicht "Reif" genug waren, eine Lehre Anzutreten, oder auch Körperlich noch nicht Stabil genug waren, um Berufliche Beastungen Durchstehen zu können. Dazu kamen dann auch die jungen Leute hin, die auf ihren Berufswunsch erst einmal "Vorgebildet" wurden, damit sie wussten, wie in etwa diese Arbeit vorsich geht! Der Aufenthalt in den "JAw" war auf eine Zeitdauer von einem Jahr Begrenzt und war auch Freiwillig!

Ich Bedanke mich für die Aufklärung!

LG . der alte

nimby0605

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5

18.11.2014, 14:38

Also die Ausbildung in einem JWH war so gar nicht freiwillig, aber im Normalfall auf 1 1/2 Jahre begrenzt, also ein Zeitraum in dem man eine Teilfacharbeiterausbildung absolvieren konnte. Nur das die eben nicht wirklich etwas wert war. Ich z. B. hab in der Küche dort "gelernt" und eine Teilfacharbeiterausbildung als Wirtschaftspfleger im Bereich Küche gehabt, die im realen Leben eigentlich einer besseren Küchenhilfe gleich gestellt war, also hätte man sich das auch schenken können ;( .
Wenn du irgendwelche Fragen hast kannste die gerne stellen und ich versuche so gut wie möglich zu antworten. :)
Laßt nichts selbstverständlich werden, sonst verliert es seinen Wert!

6

18.11.2014, 18:35

Wenn es bei Euch mit dieser "Ausbildung" nicht Freiwillig war, dann gehe ich einmal davon aus, das man, wenn man im JWH war, in einen zum JWH "angeknüpften" Betrieb gesteckt wurde, um dort das letzte 1-1,5 Jahre eigentlich für das JWH Gearbeitet hat. Als "Tarnmantel" für diese Zeit des arbeitens gab es dann ein Papier, das Besagte, das man in diesen oder jenen Fach eine "Vorausbildung bekommen hat!? Wurde diese Zeit mit der "Ausbildung" denn auch für Euch Finanziell Vergütet?

Im Westen" war es so, das der Berufsberater, der ja jeden Schüler, der in der letzten Schulklasse war, "Beraten" hat. War bei mir auch so! Aber eine "Berufsberatung" konnte man dies eigentlich auch nicht so richtig nennen. Man nahm sich die Zeugnisse des zu Beratenen Jugendlichen vor und wenn die Noten gut waren, war es so ziemlich Egal, welchen Berufswunsch man hatte, der Berufsberater meinte dann nur, die Voraussetzungen seien gut, das kann etwas mit der Arbeit werden. Bei meinem besten Freund, mit dem ich alle 12 Jahre zusammen im Heim gewesen bin, sah die Sache schon ganz anders aus! Seine Zeugnisnoten waren derart schlecht, das man daraus entnehmen konnte, das er, Egal welchen Beruf er einschlägt, er nicht mit der Theorie klarkommen würde. Für ihn wurde dann mehr oder weniger Entschieden, das er in ein "JAW" für 1 Jahr geht. Allerdings musste bei dieser Entscheidung der Jugendlich auch seine Zustimmung geben, denn ohne diese, wurde er nicht in das "JAW" herein gelassen!

In so einem "JAW" sah es aus, wie in einen normalen Betrieb und man hatte in jeden "JAW" gleich mehrere Einrichtungen für eine Anzahl verschiedener Berufe. Die Zeit im "JAW" wurde auch Finanziell Vergütet, doch nicht in einen solchen Ausmass, wie ein Lehrling sie bekam. Allerdings war dafür die Unterkunft, die Verpflegung und Fachbücher, sowie "Verbrauchsmaterial" ( alles was man für Technische Zeichnungen braucht, und Reinigung der Arbeitswäsche) im "Lohn" enthalten! Auch waren diese "JAW" nicht Eingezäunt, sondern es waren Anlagen, aus denen man nach "Feierabend" oder zB. in den Wochenenden, nach Belieben Aus und Eingehen konnte. Auch hatten diese "JAW" Kontakte zu Handwerksbetrieben in der Nähe, so das sie in der Regel diese jungen Menschen noch vor Abschluss des Jahres, in einen Privaten Betrieb Unterbringen konnten. Auch bekam man ein Zeugnis vom "JAW", das übrigens auch von den Handwerkskammern Anerkannt wurde.Die Ausbildung dort muss aber auch gut gewesen sein, denn als ich in die Berufsschule kam, hatten wir in der Klasse auch einen, der im "JAW" war. Der "steckte" uns mit seinen Wissen in die Tasche! Leider habe ich es Versäumt, meinen damaligen Freund des öfteren zu Besuchen, denn seitdem er aus dem "JAW" weg ist, habe ich ihn nie wieder Gesehen. Hätte schon gerne Gewusst, was aus dem kleinen Hansi geworden ist, und ob er überhaupt noch lebt.

nimby0605

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7

19.11.2014, 16:39

Ja da hast du völlig recht und bei mir in Burg gab es da verschiedene Möglichkeiten. Wir waren ein gemischter Werkhof und die Mädels haben z.B. in der Textilfabrik oder in der Schuhfabrik gearbeitet und wir hatte auch ne Gärtnerei, da haben auch Mädels gearbeitet. Von den Jungs weiß ich nur das es da ne Gruppe gab die im Walzwerk gearbeitet hat. Ich glaube zwei oder drei Tage gab es dann nen theoretischen Unterricht, aber frag mich nicht was wir da gemacht haben?! Da kann ich mich echt nicht mehr dran erinnern.
Dort war es so aufgebaut das jede Gruppe einer bestimmten Arbeit zugeteilt war, war man z.B. in der Gruppe "Scholl" hat man in der Gärtnerei gearbeitet. Ich glaube der Werkhof hatte 10 oder 11 Gruppen, aber so genau weiß ich das nicht mehr.
Wir haben da auch ein sogenanntes " Lehrlingsgeld " verdient,denn irgend sowas steht in meinem Sozialversicherungsausweis und dann wurden bei uns im Osten auch immer die Jahresbeträge eingetragen. Aber ob und überhaupt ich von dem Geld was zu sehen bekommen habe , weiß ich nicht mehr.
Im Prinzip war ein Werkhof immer ein abgeschlossenes Gelände mit Gittern vor den Fenstern und nachts abgeschlossenen Häusern, Nachtwachen, die sich darum gekümmert haben das alles ruhig ist und all sowas. Es gab auch Ausgang in die Stadt, entweder mit der Gruppe oder (wenn man vertrauenswürdig war) auch mal allein ohne Betreuer. Personalausweise wurden von Anfang an einbehalten und man bekam eine Ausgangskarte, auf der vermerkt war wann man den Werkhof verlassen hatte und wann man zurück sein mußte. Ausgangsüberschreitungen wurden mit Bunker geahndet, wie lange hing davon ab wieviel man zu spät zurück kam, und es wurden auch Vergünstigungen gestrichen.
Also kein Vergleich mit dem was ihr da hattet als "JAW" Das liest sich für mich so ein wenig wie eine berufsvorbereitende Schule.
Schade, das du deinen Freund aus den Augen verloren hast! Gibt es denn keine Möglichkeit irgendwo wieder anzuknüpfen und sich auf die Suche zu machen??? :whistling:
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8

19.11.2014, 20:32

Nun Verstehe ich sehr gut den Unterschied und was der Begriff "JWH" Bedeutet! Oh Mann, Ihr hattet es bestimmt nicht leicht! Ja, mit dieser Vermutung, das das "JAW" eine wirkliche Berufsvorbereitende Einrichtung ist, liegst Du genau Richtig! Auch wurden diese leute nicht "Schräg" Angesehen, wenn sie eine Ausbildung in einen Betrieb machen wollten, da sie ja schon eine sehr gute Vorbildung hatten. Typisch "West", der Meister konnte diesen lehrling gleich brauchen und er Verdiente sofort Geld mit ihn!

Ich habe schon so viele Möglichkeiten durch, um den "Hansi" zu finden! Aber wenn man einmal den Namen Aufschlägt, dann gibt es so viele "Hanz Harder", das einen fast Schwindelig wird! Aber auf der anderen Seite frage ich mich auch, worüber man hätte sich dann Unterhalten können? Da diese Geschichte ja schon 49 Jahre zurück, in dieser Zeit haben sich die Menschen so sehr Verändert, so das man noch über die gemeinsame heimzeit reden könnte und dabei das Gedächnis Auffrischen könnte. Dann Redet man noch über die Zeit, die über die Heimzeit hinaus geht und dann hätte man sich vielleicht nicht mehr viel zu sagen! Ich meine damit, das man, falls man sich doch eines Tages wieder mal Treffen sollte, man die Erwartungen nicht zu Hoch Schrauben sollte, es kann auch sehr schnell eine Enttäuschung daraus werden.

nimby0605

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9

20.11.2014, 14:55

Nun gut da hast du recht, Der Name "Hans Harder" ist bestimmt nicht gerade selten, aber das du dich immer noch an ihn erinnerst und dran denkst und dich das trübe stimmt das du ihn aus den Augen verloren hast , sollte doch genug sein um irgendwo anknüpfen zu können. Sicher kann es gut sein das euch außer der gemeinsamen Zeit nix mehr verbindet, aber das kannst du erst beurteilen, wenn ihr euch wieder gesehen habt.
Heute ist es normalerweise so, das man über das Einwohnermeldeamt mit der letzten bekannten Adresse suchen lassen kann. Ich weiß nicht ob das was kostet, aber es wäre eine Möglichkeit wenn du das wirklich möchtest.
Ja, die Zeit im JWH war nicht die schönste im meinem Leben, aber was ich hier an Berichten über die kirchlichen Heime im Westen gelesen habe, läßt mir die Haare zu Berge stehen. Ich glaube da ging es uns doch nicht sooo übel. Klar kam es darauf an an welche Erzieher man geraten ist und irgendeine fiese Type ist immer dabei.
Außer eben halt die armen Socken die in Torgau gelandet sind, denn das war der geschlossene Werkhof, gut mit nem Jugendknast zu vergleichen. Dort gab es vorwiegend Drill über die sportlichen Seite und wohl auch richtig fies, aber das weiß ich nur vom Hören-sagen, habe es selbst nicht erlebt und kenne auch niemanden der in Torgau war.
Laßt nichts selbstverständlich werden, sonst verliert es seinen Wert!

10

20.11.2014, 16:59

Na nimby, ich Glaube, wir sind wohl die einzigen, die noch über dieses "Ausweichforum", am Erfahrungsaustausch schreiben, die anderen sind sicher alle ins "neue Forum" "Abgewandert"! Ich übrigens auch. Weisst Du, ich war in einem Kinderheim, das etwas "Relegiös Angehaucht" war, so mit eigener Kirche und Pastoren, die sich dann alle "Bruder " und "Schwester" nannten. Natürlich mussten wir auch arbeiten, aber lange nicht in so einer regelmässigkeit, wie es bei Euch in den "JWH", oder in den Strengen Kirchlichen Heimen im Westen der Fall war! Wenn ich mal Ehrlich sein soll, dann muss ich, nachdem ich hier die Verschiedenen Berichte aus Ost und West Gelesen habe, das "Mein" Heimaufenthalt dagegen wie ein Sanatoriumbesuch war! Natürlich gab es auch Schläge, es gab auch einige Männliche Angestellte, die wirklich "Hinterlader" erster Güte waren. Mir kam nur einmal einer von denen etwas zu Nahe, doch er musste wohl sein Vorhaben Abbrechen, da plötzlich andere Jungen in den Raum kamen! Er war dann ca. noch ein knappes Jahr im Heim Angestellt, und Verschwand dann Spurlos. Es wurde Gemunkelt, das er als "Missionar" zu dem damaligen Ceylon ( Heute "Sri Lanka") ging. Ob er dort dann "Aufgefressen" wurde ist mir nicht Bekannt, aber ich habe auch keine Nachforschungen Angestellt!

Aber auch bei uns war es ein wenig Mitentscheidend, welcher Erzieher/Erzieherin bei uns Dienst tat. Es waren meistens Frauen um die 45-50 Jahre alt, die uns Betreuten! Manche hatten wohl ihre wahre Freude daran, Kinder zu Schlagen, so das man fast Glauben musste, die waren früher einmal KZ-Aufseherinnen oder so Ähnlich!

Mit dem Hansi werde ich noch einmal probieren, ihn Ausfindig zu machen!

Buchi

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11

15.12.2016, 13:48

Alt-Stralau

Jeder der es wissen will, vor dem Durchgansheim steht jetzt eine Tafel welche an diese schrecklichen Zeiten erinnern soll.

Weiteres unter dem Block.

Grüße Buchi